Abwassertechnik

Biologische Kläranlagen

Aus Kostengründen und der Umwelt zuliebe sind biologische Kläranlagen den Großkläranlagen vorzuziehen. Man hat die Wahl zwischen verschiedenen dezentralen Kleinkläranlagen.

Welche Kleinkläranlagen wird im lasttragenden Strohhaus eingesetzt?

Pflanzenkläranlage

Durch wechselnde Beschickung wird Sauerstoff in das Pflanzbeet eingetragen. Die Mikroorganismen "kleben" auf und zwischen der Substratoberfläche. Die Pflanzen unterstützen die Reinigung des Wassers.  Es handelt sich hierbei um Folienbecken, die mit einem Filtersubstrat befüllt werden. Die Bepflanzung erfolgt mit Schilf, da es mit seinen Rhizomen und Wurzeln den Boden dauerhaft wasserdurchlässig hält und mit Sauerstoff anreichert.

Zunächst wird das Abwasser wieder mechanisch gereinigt, bevor es intervallweise in den Bodenfilter eingeleitet wird. Das geschieht durch Bakterien, unterstützt durch das Filtersubstrat. Das filtrierte Wasser wird in Fließgewässer oder den Untergrund eingeleitet. Eine Weiternutzung des Ablaufwassers ist bedingt möglich. Weitere Vorteile sind die geringen Energiekosten und die guten Eingliederungsmöglichkeiten in das Landschaftsbild.

schema-klaeranlage

Schema einer Pflanzenkläranlage
(Quelle: http://www.klaeranlagen-vergleich.de)

Mögliche Alternativen zu der Pflanzenkläranlage sind die Membranbelebungs-, Tropfkörper- und Festbettanlage.

Was ist eine Kleinkläranlage?

Eine Kleinkläranlage ist eine Abwasserbehandlungsanlage für die Reinigung von häuslichem Abwasser bis zu einer Menge von acht Kubikmetern pro Tag. Damit können 50 Personen Tag für Tag insgesamt 7500 Liter Schmutzwasser produzieren.

Abflusslose Sammelgruben sind keine Kleinkläranlagen. Häusliches Abwasser sind die gesamten im Haushalt anfallenden Flüssigkeiten. Niederschlagswasser, Dränwasser sowie andere flüssige oder feste Abfälle dürfen nicht in die Kleinkläranlage eingeleitet werden.

Wie funktioniert eine Kleinkläranlage?

Kleinkläranlagen bestehen aus einem mechanischem und einem biologischen Teil. Im mechanischen Teil, der Mehrkammergrube, werden die nichtlöslichen Bestandteile aus dem Abwasser getrennt. Die nichtlöslichen Bestandteile setzen sich ab oder schwimmen zur Oberfläche und können so entfernt werden. Mehrkammergruben gleichen zudem Belastungsschwankungen aus. Am Ende bleibt ein Schlamm zurück, der in regelmäßigen Abständen sachgerecht entsorgt werden muss.

Bevor die Abwässer in ein oberirdisches Gewässer (Regelfall) oder ins Grundwasser (Ausnahme) eingeleitet werden dürfen, müssen sie noch in der zweiten Stufe biologisch nachbehandelt werden. Die im Abwasser gelösten Stoffe werden hierbei mit Hilfe von Mikroorganismen "abgebaut". Aus organischen Kohlenwasserstoffverbindungen entstehen nach dem Abbau Kohlensäure, Wasser und Mineralien. Wiederum bleibt ein Schlamm zurück, der jedoch ungefährlich ist.

 

Alternative Technik: Regenwasserversickerung

 



h2o

Am Meer...Wasser, Sand und H2O

 

 

 

 

schilf

Schilfgräser

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

regen

Regentropfen